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16-jährige Microsoft-Expertin Arfa Karim Randhawa ist tot

Am 14. Januar verstarb Arfa Karim Randhawa an den Folgen eines Herzinfarktes, den ein epileptischer Anfall ausgelöst hatte. Das Mädchen wurde als weltweit jüngste Computer-Expertin gefeiert. Im Alter von nur neun Jahren erwarb sie die Auszeichnung „Microsoft Certified Professional"


2006 lud Bill Gates Arfa Karim Randhawa nach Washington auf den Microsoft-Campus in Redmond ein. (Foto: Flickr/Wonderlane)

Tamara Garnatz, 20. Januar 2012

Am 14. Januar 2012 verstarb die 16-jährige Pakistanerin Arfa Karim Randhawa an den Folgen eines Herzinfarktes, den ein epileptischer Anfall im Dezember vergangenen Jahres ausgelöst hatte. Sie soll schon längere Zeit an Epilepsie gelitten haben.

2004 wurde Arfa Karim im Alter von nur neun Jahren mit einem „Microsoft Certified Professional" ausgezeichnet. Damit ist sie bisher die weltweit jüngste Computer-Expertin, die es bisher gegeben hat. 2005 wurde Microsoft-Gründer Bill Gates auf das Mädchen aufmerksam und lud sie 2006 nach Washington auf den Microsoft-Campus Redmond ein. Von Bill Gates hatte Arfa Karim erfahren, dass nur wenige Frauen bei Microsoft arbeiten. Für sie war dies unverständlich. Als Gates ihr sagte, dass dies daran läge, weil Frauen weniger Interesse an Technologien hätten, wollte sie dies nicht so recht glauben.

Von ihrem Vater hatte Arfa Karim Selbstvertrauen beigebracht bekommen. Im Alter von zehn Jahren gab sie auf der Microsoft-Entwicklerkonferenz in Barcelona folgendes mit auf den Weg: "Wenn du etwas Großes erreichen willst, dann musst du daran denken, dass Schüchternheit nur in deinem Kopf existiert. Wenn du schüchtern denkst, handelst du schüchtern. Darum lass die Schüchternheit niemals dein Denken bestimmen."

Arfa Karims Ziele

Später wollte Arfa Karim in Harvard Mathematik und Satellitentechnologie studieren. Auch wenn ihr jetzt dieses Vorhaben durch ihre Krankheit und ihren Tod verwehrt worden ist, so besteht die Möglichkeit, ihre Vision von Digicon Valley Wirklichkeit werden zu lassen. Arfa Karim plante ein Projekt, mit dem ein Ort namens Digicon Valley geschaffen werden sollte. Junge Talente wie sie selbst, jedoch nicht aus vermögenden Verhältnissen, sollten die Möglichkeit bekommen, Informationstechnologie kennenzulernen und zu entwickeln. Digicon Valley sollte sich an den Silicon Valleys dieser Welt anschließen können. Als Silicon Valley werden die Orte bezeichnet, an denen sich zahlreiche Computer- und Medien-Globalplayer wie Sony, Intel, Apple oder Hitachi niedergelassen haben. Als Wegbereiter gilt das Silicon Valley in San Francisco. In Deutschland wird den aktuellen Medien-Berichten zufolge die Hauptstadt als das neue Silicon Valley gehandelt. In den letzten Jahren entwickelte sich Berlin zu einer immer größeren Medien-Metropole für die Computer- und Unterhaltungsindustrie. Das einstige Vorhaben von Arfa Karim wird derzeit durch Freunde über die Facebook-Seite „Arfa Karim's Digicon Valley" voran getrieben.

Arfa Karim setzte sich für Frauenrechte ein

Arfa Karim ist nicht nur in Pakistan bekannt, sondern auch außerhalb ihres Landes. Sie wuchs in einer wohlhabenden Familie auf, die westlich orientiert ist. Der Vater förderte das Talent seiner Tochter, was in einem Land wie Pakistan nicht selbstverständlich ist. In Pakistan geschehen die meisten Ehrenmorde. Arfa Karim nutzte ihren Bekanntheitsgrad und setzte sich öffentlich für die Rechte der Frauen ein.

Arfa Karims Trauerfeier

An ihrer Trauerfeier in der Al-Khalid-Moschee in Lahore nahmen Prominente und Politiker teil. Die ganze Welt trauert um das jüngste Computergenie. Für Bill Gates ist ihr Tod ein großer Verlust, er sprach ihrem Vater persönlich sein Beileid aus. Bevor Arfa Karim starb, bot Bill Gates seine Hilfe an, um sie im Ausland medizinisch behandeln zu lassen. Doch ihr Körper war bereits zu sehr geschwächt, einen längeren Transport hätte sie nicht überstanden.



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